FORTBILDUNGEN
Im Rahmen der Qualitätsentwicklung institutionalisierter Sprachförderung ist eine kontinuierliche Fortbildung und Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte und Lehrkräfte erforderlich. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren haben in den regionalen Koordinierungssitzungen zu einem früheren Zeitpunkt die Aufgabe übernommen, bei den beteiligten Kooperationspartnern Fortbildungs- und Qualifizierungsbedarfe zu eruieren und sie bei der Suche und Finanzierung geeigneter Personen zu beraten. Dabei werden sie von den regionalen Arbeitsstellen, der Hauptstelle der RAA und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW (ehemals Landesinstitut für Schule NRW/Qualitätsagentur) unterstützt.

Die Bedarfe sind regional und schulstandortspezifisch sehr unterschiedlich. Den Berichten der Kordinatorinnen und Koordinatoren zufolge wurden Fortbildung- bzw. Qualifizierungswünsche vor allem in folgenden Bereichen benannt: Verfahren der Sprachstandsdiagnose, Konzeptionierung der Sprachförderung, Deutsch als Zweitsprache, Deutsch in allen Fächern, Förderung der Fachsprache, insbesondere im Übergang von der Schule in den Beruf.

In der Mehrzahl sind die Koordinatorinnen und Koordinatoren selbst in der Lehreraus- und Lehrerfortbildung tätig und führen in enger Kooperation in den einzelnen Schwerpunktbereichen des Programmelements NRW Schulungen des pädagogischen Personals durch, beispielsweise im Rahmen der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von HAVAS 5-Erhebungen. In größeren zeitlichen Abschnitten wurden und werden regelmäßige landesweite Fortbildungsveranstaltungen - wie zum Beispiel zum Thema "Sprachstandsdiagnose"- angeboten und durchgeführt.

Fortbildungsveranstaltungen für die Koordinatorinnen und Koordinatoren werden zum einen eigenständig organisiert, im Januar 2005 fand beispielsweise eine Fortbildungsveranstaltung " Power Point Präsentation" am Duisburger Studienseminar statt. Ferner nehmen die Koordinatorinnen und Koordinatoren themenspezifische Fortbildungsangebote wahr, die im Rahmen der Netzwerkkooperation angeboten werden (Zu nennen ist hier z.B. die QUAST-Schulung des Landesinstituts für Schule/ Qualitätsagentur im April 2004). Auf Bundesebene nehmen sie an den Fortbildungsveranstaltungen des Programmträgers teil (Auftaktveranstaltung zum Thema "Evaluation" im Februar 2005; Herbsttagung zum Thema "Sprachdiagnose" im Herbst 2005; HAVAS 5-Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Juni 2005).

Eine neue Entwicklung zeichnet sich im Regierungsbezirk Detmold ab. Im Februar 2008 startete dort das Modellvorhaben "Sprachförderung Deutsch als Zweitsprache an Schulen in OWL". Das innovative Angebot ist das Ergebnis einer seit geraumer Zeit bestehenden Kooperation zwischen FÖRMIG und der Bezirksregierung Detmold im Bereich der Sprachförderung. Ziel des Modellvorhabens ist die Erarbeitung didaktisch-methodischer Grundlagen für eine durchgängige Sprachförderung in der Schule. Diese berücksichtigt im besonderen Maße Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Rahmen eines systematischen schulischen Sprachförder- und Integrationskonzeptes. Die einzelnen Veranstaltungen finden jeweils mittwochs wechselweise in Herford und Bielefeld statt. 
Pressemitteilung der
Bezirksregierung Detmold: "Die Auftaktveranstaltung für das Modellvorhaben "Sprachförderung Deutsch als Zweitsprache" an Schulen in OWL fand jetzt in der Bezirksregierung Detmold statt. Die Veranstaltung war der Startschuss für eine einjährige Fortbildung, in der ca. 30 Lehrkräfte unterschiedlicher Schulformen lernen, Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund bessere Deutschkenntnisse zu vermitteln. "Das Besondere an diesem Modellvorhaben ist, dass Deutsch als Fachsprache nicht nur im Fach Deutsch, sondern in allen Fächern, also auch in Physik oder Holztechnik zum Thema gemacht wird" betonte Helmut Zumbrock als zuständiger Schuldezernent. (....)" Nähere Informationen unter www.brdt.nrw.de 
Während dieses Auftakts referierte die Professorin Dr. Heidi Rösch von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe zum Thema "Deutsch als Unterrichtssprache - eine Herausforderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren Lehrkräfte". Ihre PowerPointPräsentation steht hier zum Download zur Verfügung (14 Folien auf 7 Seiten,
133 KB, PDF)

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