Die Dokumentation der erfolgten Fördermaßnahmen ist ein zentrales Element der Evaluation in NRW. So sollen Best-practice-Beispiele gesichert und für andere Einrichtungen nachvollziehbar und nutzbar gemacht werden. Die Konzeptdokumentation erfolgt vor allem auf Basis eines Fragebogens. Dieser erfragt feste Standards, die zur Auswertung und Dokumentation besonders interessant erscheinen. Ergänzend wird Raum für eine freie Beschreibung des täglichen Geschehens gegeben. Das gewählte Design soll ressourcenschonend einen möglichst hohen Informationsgewinn gewährleisten und sicher stellen, das keine wesentlichen Informationen verloren gehen. Zudem soll hier das ganz konkrete Vorgehen bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Sprachfördermaßnahmen dokumentiert werden. Dazu gehört beispielsweise die nähere Beschreibung von Förderansätzen, der genutzten Materialien, der Kooperation der Fächer, der Teamarbeit im Kollegium und der Nutzung personeller Ressourcen.
Im Rahmen der Befragung wird zudem festgehalten, wie häufig inner- und außerschulische Partner in die Förderarbeit mit eingebunden werden. Dazu gehört u.a. die Kooperation mit abgebenden und aufnehmenden Institutionen, aber auch die Kooperation mit Betrieben und Stadtteilangeboten und die Intensität der Elternarbeit. Ziel dieses Vorgehens ist es, förderliche und hinderliche Bedingungen für gelungene Kooperationen herauszustellen und dieses Wissen für andere Einrichtungen nutzbar zu machen.
Begleitung von Basiseinheiten, Erfahrungen mit der Entwicklung und dem Einsatz des Fragebogens
Landesevaluation NRW: Tanja Kaseric (Herbst 2007)
Im Rahmen der Landesevaluation Nordrhein-Westfalen werden die vielseitigen Förderangebote mit Hilfe eines eigens dafür entwickelten Fragebogens dokumentiert. Dieser erfasst die Rahmenbedingungen der Förderungen, didaktische Ansätze, die Verwendung von Materialien und die interne und außerschulische Kooperation der beteiligten Institutionen. Der Fragebogen soll gewährleisten, dass die durchgeführte Sprachförderung nach Auswertung der Ergebnisse der Sprachstandserhebungen nachgehalten werden kann. Darüber hinaus wird er von den Schulen als Instrument zur innerschulischen Reflexion der Förderarbeit genutzt.
Im Frühjahr 2006 wurde der Fragebogen von den in NRW beteiligten Schulen und Kitas bearbeitet. Die Ergebnisse der Befragung wurden den SchulvertreterInnen auf regionalen Veranstaltungen zurückgemeldet und dienten als Diskussionsanregung für den Austausch mit anderen Projektschulen. Die auf diesen Treffen entwickelten Ideen flossen z.T. in die Maßnahmenplanung des bevorstehenden Schuljahrs ein.
Zudem werden Schulen auf Anfrage bei der Durchführung interner Evaluationsmaßnahmen durch die Landesevaluation NRW unterstützt. Dieses Angebot reicht von der Unterstützung beim Umgang mit Zielvereinbarungen bis hin zur Beratung bei der Erstellung und Auswertung von Fragebögen zur Evaluation einzelner schulinterner Sprachförderprojekte.