TRANSFERKONZEPT
In den nächsten Jahren gilt es, die teilnehmenden Institutionen bei der Erweiterung der diagnostischen Kompetenzen des pädagogischen Fach- und Lehrpersonals, der Konzeptionierung, Erprobung und Evaluation der Sprachförderarbeit und bei der Entwicklung von Qualitätsindikatoren gelungener Integration zu unterstützen.

Best- und good-practice-Beispiele der Sprachförderung werden auf der Grundlage einer auf die jeweilige Schnittstelle abgestimmten Evaluation des Programträgers ermittelt. Beispiele erfolgreicher Praxis können Einrichtungen und Schulen wichtige Impulse zur Optimierung ihrer Sprachförderarbeit bieten.

Ein Transfer in die Fläche ist angesichts der Tatsache, dass viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im bundesdeutschen Erziehungs- und Bildungswesen mit geringer bzw. ohne Chancen zurückgelassen werden, dringend erforderlich.

Schon zu einem frühen Zeitpunkt sollten die Bedingungen für einen erfolgreichen Transfer geschaffen werden. Schon jetzt stellt sich im Bereich der Informationsvermittlung die Frage, wie der Weg, den Schulen gehen, für andere Institutionen nachvollziehbar gemacht werden kann. Es wird erforderlich sein, interessierten Institutionen in wissenschaftlich fundierter Form Einblick in Sprachförderkonzeptionen unter Angabe der Adressaten, Qualtätsindikatoren, Arbeitsschritte, Methoden, Instrumente, Ziele und Evaluations- bzw. Controllingverfahren zu geben. Es ist praxisnah und anschaulich darzustellen, welche Erfahrungen bei der Erprobung von Sprachfördermaßnahmen gemacht worden sind, beispielweise bei der Diagnose des Sprachförderbedarfs, der Festlegung von Entwicklungszielen, der Vereinbarung fächerübergreifender Prinzipien oder der Kooperation mit Beratungs- und Unterstützungssystemen.

Im Bereich der Informationsvermittlung bietet sich beispielsweise an:

  • die Netzwerkbildung im Allgemeinen,
  • die Intensivierung des lokalen Austausches in den Basiseinheiten zur Abstimmung schnittstellenübergreifender Fördermaßnahmen,
  • die Unterstützung der Dokumentationsarbeit in den federführenden Institutionen,
  • die Bereitstellung von Handreichungen, Empfehlungen und Unterrichtsmaterialien,
  • die Erweiterung des Angebots an Fortbildungen, insbesondere im Bereich der Konzeptentwicklung und Selbstevaluation,
  • die Erweiterung des Angebots an Beratung und Unterstützung,
  • der Internetauftritt des Landesprojekts FÖRMIG NRW,
  • der Aufbau von Strukturen regelmäßiger Selbstevaluation und Controlling und
  • die regelmäßige Veröffentlichung von Ergebnissen (in Fachzeitschriften, learn.line, Bildungsportal NRW, Materialreihe).

Mit dem Aufbau der Basiseinheiten bzw. der Vereinbarung über Ziele und Methoden der Sprachförderung hat sich das NRW-Projekt so weit konkretisiert, dass über das Landesprojekt FÖRMIG NRW ab dem kommenden Berichtsjahr in zunehmendem Maße berichtet werden wird. Da in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich der Sprachförderung alle drei Schnittstellen in den Blick genommen werden, ist die Bandbreite der Adressaten dementsprechend groß. So sind Publikationen, Dokumentationen und Vorträge für Personen aus den Bereichen Jugendhilfe, Migration, Schule und Beruf gleichermaßen von Interesse.

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