Koordinatorin für den FÖRMIG-Standort Wuppertal (neben Remscheid und Solingen einer von drei insgesamt FÖRMIG-Standorten im Bergischen Land)  ist Karla Scharfenberg von der lokalen RAA.

Kontakt:
Karla Scharfenberg
RAA Wuppertal
Telefon: 0202 - 563-4468
karla.scharfenberg@stadt.wuppertal.de

An allen drei Standoten steht der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule im Fokus der Sprachförderung. Im Bergischen Land wurden 9 Basiseinheiten für die FÖRMIG-Umsetzung gebildet. Davon sind 6 Schulen und 3 Tageseinrichtungen für Kinder federführende Institutionen. Die Basiseinheiten sind hinsichtlich Fördergruppe, Förderschwerpunkt, Methoden, Maßnahmen und kooperierenden Partnern sehr unterschiedlich.In einigen Basiseinheiten finden regelmäßige Treffen an der Schnittstelle statt, in anderen ist diese Zusammenarbeit erst im Aufbau.Positive Rückmeldungen gab es zu den Materialien zur "Frühkindlichen Sprachförderung" des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg, mit denen jede Institution versorgt wurde und teilweise intensiv gearbeitet wird.Fortbildungen zu den Themen  "Förderziele und Sprachförderung unter Berücksichtigung der Materialien zur frühkindlichen Sprachförderung" und "Prinzipien der DaZ- Förderung" wurden  angeboten.

FÖRMIG-Standort Wuppertal
Folgende federführende Institutionen sind in Wuppertal am FÖRMIG- Projekt beteiligt:
GS Friedhofstr.
GS Elfenhang
GS Marienstr.
Kita Höchsten

Praxisbericht über die Basiseinheit Elberfeld

Zu den stratgischen Partnern gehören der Träger Stadt Wuppertal Stadtbetriebsleitung Tageseinrichtungen für Kinder | das Schulamt Wuppertal | die RAA Wuppertal und die Uni Wuppertal

Die Städt. Tageseinrichtung für Kinder Höchsten in Wuppertal hat die Rolle der federführenden Institution  im BLK- Programm FÖRMIG. Kooperierender Partner ist die Grundschule Markomannenstrasse; die Kooperation befindet sich im Aufbau.

Sprachlicher Förderschwerpunkt ist die literacy- Förderung; hier soll das Interesse und die Freude an Literatur geweckt und gestärkt werden unter Einbeziehung der Eltern. An gemeinsamen Aktivitäten der Kindertageseinrichtung und der Schule fanden im ersten Projektabschnitt Vorleseaktionen , gestaltet von Eltern und Lehrern/Erziehern und als Abschluss ein Lesefest statt. Dadurch, dass diese Aktionen an Wochenenden oder im Nachmittagsbereich stattfanden, nahmen relativ wenig Grundschulkinder daran teil. Um die Kontakte zu intensivieren, wurden nun gegenseitige Besuche der Kindertageseinrichtung und der Schule mit den Kindern geplant. Das soll dazu führen, Ängste der Kindergartenkinder abzubauen bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen und somit den Übergang fließend zu gestalten.

In den letzten gemeinsamen Treffen der Tageseinrichtung und der Grundschule wurden Bücher ausgewählt, die den Aspekt der Wortschatzerweiterung besonders in den Blick nehmen. Die Bilderbücher wurden sowohl für die Kindertageseinrichtung als auch für die Schule angeschafft, um so einen Wiedererkennungswert für zukünftige Schulkinder zu erzeugen. Bei der Durchsicht der Bücher kam die Idee auf, ein konkretes Vorhaben zu dem Bilderbuch: "Freunde" von Helme Heine gemeinsam mit den Kindern zu planen. Das Buch steht für einige Zeit (1-2 Wochen) im Mittelpunkt und es werden handlungs- und produktionsorientierte Methoden umgesetzt. Entstehen können hier Bilder zum Buch, ein Theaterstück, ein Schattenspiel, Freundschaftsbücher der Kinder, Fortsetzungsgeschichten, etc....

Den Höhepunkt stellt ein gegenseitiger Besuch der Kindergartenkinder und Schulkinder dar, bei dem die Ergebnisse präsentiert werden. Gemeinsam mit den Kindern wird der Besuchstag geplant. So könnte in der Schule z.B. ein Museumsgang mit den Ergebnissen der Kinder und eine Aufführung dargeboten werden und im Anschluss ein Partnervorlesen der Erstklässler für die Kindergartenkinder durchgeführt werden. Als Sprachstandsbeobachtungsverfahren setzt die Tageseinrichtung Sismik ein, die Schule das Sprachstandsmessungsverfahren  HAVAS 5. Informationen der Ergebnisse werden in der jeweiligen Institution ausgetauscht und für die weitere Sprachförderarbeit genutzt. Zwischen der Tageseinrichtung und der Schule wurden gegenseitige Hospitationen verabredet. In weiteren gemeinsamen Treffen soll es um den Austausch der jeweiligen Sprachförderkonzepte gehen. Gemeinsame Elterninformationen werden für interessierte Eltern zum Thema: "Erziehung - Was sollte ein Schulkind können?" angeboten. Hier erhofft man sich den Abbau von Ängsten und Hemmschwellen gegenüber der Schule und eine aktive Elternmitarbeit. Erfolge kann die Tageseinrichtung aus der intensiven Elternarbeit ziehen. So konnten Eltern in Bezug auf die Sprachförderarbeit sensibilisiert, gestärkt und teilweise auch als Kooperationspartner gewonnen werden (z.B. als Vorleser in der Muttersprache). Der sprachliche Förderschwerpunkt liegt in der ganzheitlichen Sprachförderung unter Berücksichtigung der Interessen des Kindes und der individuellen Entwicklung. Die Förderung der textuellen, kulturellen und metasprachlichen Kompetenzen geschieht anhand von Erzählungen und einfacher Vorlesetexte; sowohl in der Zielsprache als auch in der Muttersprache türkisch durch Eltern. Muttersprachliche Kompetenzen werden so durch die Kooperation mit den Eltern gestärkt und gefördert.


 

Bericht über die Entwicklung

des BLK-Modellversuchs FörMig

in der Region Bergisches Land

Zeitraum: August 2006-April 2007

 

Bericht von Karla Scharfenberg

 

 

  1. Allgemeine Angaben

 

In der Bergischen Region sind 9 Basiseinheiten am FörMig Projekt beteiligt (Punkt 1d).  Alle arbeiten an der Schnittstelle 1, die sich mit dem Übergang Kindertagesstätte - Grundschule befasst.

 

Davon sind

  • 6 Schulen / federführende Institutionen und
  • 3 Tageseinrichtungen für Kinder / federführende Institutionen.

 

Insgesamt sind daran beteiligt:

  • 44 strategische Partner
  • 24 Kooperationspartner

 

Ø       Arbeitsaufgaben der Koordinatorin:

 

-          Klärungs- und Planungsgespräche mit strategischen Partnern (Stadtbetrieb- RAA - Universität)

-          Begleitung bzw. Moderation einzelner Basiseinheiten

-          Beratung hinsichtlich Fördermaterialien

-          Durchführung von Regionaltreffen aller Basiseinheiten

-          Planung, Durchführung und Auswertung von Fortbildungen

-          Beratung hinsichtlich der Durchführung von HAVAS 5

 

2. Kurzdarstellung des Länderprojekts

(2a)

Die Aufgabenstellungen in der Region haben sich nicht verändert.

 

Themenschwerpunkte für die Region

  • Sprachförderung auf der Basis  individueller Sprachstandsfeststellung
  • Durchgängige Sprachförderung

     ( insbesondere beim Übergang vom Elementar- zum Primarbereich )

 

Ziele für die Region

  • Erproben und Bewerten von Verfahren zur Sprachstandsfeststellung

Ø       Erfahrungen zum Einsatz von SISMIK als Instrument der Sprachbeobachtung  im Elementarbereich sammeln

Ø       Erfahrungen zum Einsatz von HAVAS als Instrument der   Sprachstandsfeststellung im Elementar- und Primarbereich sammeln

Ø       Erfahrungen als Informationspool zusammenstellen

Ø       Erfahrungen auswerten

  • Fortentwicklung bestehender Sprachförderung

Ø       Formen der Kooperation von Elementar- und Primarbereich  erfassen und optimieren

Ø       Zusammenhänge zwischen Ergebnissen der Sprach-beobachtung sowie Sprachstandsfeststellung und der sich  anschließenden Sprachförderung erfassen

Ø       Aussagen zur Wirksamkeit von Sprachförderung ablesen und bestehende Sprachförderung gegebenenfalls optimieren

 

 

(2b)

Als spezifisch für das Projektvorhaben in der Bergischen Region kann insbesondere der Aufbau der Kooperation zwischen Elementar- und Primarbereich gesehen werden.

Auch der Tatbestand, dass 4 Tageseinrichtungen für Kinder die Federführung übernommen haben ist spezifisch für die Bergische Region.

 

 

Entwicklungsverlauf  des regionalen Projekts

Die Entwicklung in den Basiseinheiten verläuft heterogen. Erfolge sind beispielsweise in einer Basiseinheit durch gezielte Förderung der Elternarbeit im Zusammenhang mit dem Sprachförderschwerpunkt `literacy` zu verzeichnen. Hier werden Ängste und Hemmschwellen gegenüber der Schule abgebaut, was sich in anderen Basiseinheiten eher zögerlich entwickelt.

 

Eine Basiseinheit aus Solingen ist im Februar 2007 aus dem Projekt ausgeschieden. Positiv vermerkt wurde, dass es durch das FörMig- Projekt gelungen ist, gute Strukturen zwischen Kita und Grundschule zu schaffen; ebenso wurden die gemeinsamen Zielvereinbarungen als nützlich für die Zusammenarbeit gesehen.

In allen Basiseinheiten wurden die Eingangserhebungen mit HAVAS durchgeführt. Bei der Durchführung ergaben sich jedoch in den einzelnen Basiseinheiten große Unterschiede. Auf Grund notwendiger jedoch nicht eingereichter Elternfragebögen verringerte sich die Anzahl der Kinder, die mit HAVAS getestet werden sollten. Da der Programmträger aber nur eine Gruppenauswertung geben kann, wenn die Unterlagen vollständig sind, kann hier in einigen Institutionen nicht mit einer Auswertung gerechnet werden. In diesem Fall werden auch keine Enderhebungen mehr durchgeführt. Die Enderhebungen werden voraussichtlich aus diesem Grund nur in 6 Basiseinheiten durchgeführt. Für die zweite Kohorte werden nun zuerst die Elterneinwilligungen und Elternfragebögen eingeholt, bevor die Interviews durchgeführt werden.

 

Um einen Transfer der Basiseinheiten untereinander zu ermöglichen, wurden in dem letzten regionalen Treffen im Januar 2007 Auszüge aus allen Zielentwicklungsbögen veröffentlicht und ausgetauscht.

 

Eine FörMig-Schule wurde für das MitSprache- Projekt ausgewählt, zwei weitere sind an dem Projekt der Uni Wuppertal zur Untersuchung und Verbesserung der Sprache im naturwissenschaftlichen/ technischen Bereich beteiligt.

 

(2c)

Der aktuelle Stand der Zielentwicklungsbögen  ist der Anlage 4 zu entnehmen.

 

(2d)

Im Mai findet ein regionales Treffen statt; Thema wird hier die Auswertung der Sprachförderdokumentationen mit anschließender Diskussion bzw. Reflexion sein.

In Planung ist ein Fortbildungstag zu dem Thema: Neue Aspekte der Sprachförderung mit Frau Prof. Dr. Röber von der PH Freiburg.

 

(2f)

Rückmeldung aus den Basiseinheiten

 

Zur Dokumentation der Sprachförderung wurde von jeder Basiseinheit ein Fragebogen ausgefüllt. Frau Tanja Kaseric, zuständig für die Evaluation im FörMig-Projekt, erstellte dazu eine Auswertung.

 

 

Einschätzung der Koordinatorin

 

In vielen Basiseinheiten hat sich eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Elementar- und Primarbereich institutionalisiert. Die gemeinsame Arbeit an sprachlichen Förderschwerpunkten ist positiv zu sehen und hat Erfolge zu verzeichnen. In einigen Institutionen läuft die Zusammenarbeit hingegen noch eher schleppend.

Die Testung der vierjährigen Kinder wird in einigen Institutionen als zusätzliche Arbeitsbelastung empfunden, so dass leider geplante FörMig-Aktivitäten erst einmal verschoben wurden.

In einigen Basiseinheiten wird die Sprachstandsfeststellung mit HAVAS 5 eher als Pflichterfüllung gesehen und nicht im Hinblick auf das Eruieren von Förderzielen genutzt. In diesen Institutionen werden andere Verfahren (z.B. Cito, Sismik) eingesetzt.

 

 

Anhang:

-          Anlage 1: Übersicht der federführenden Institutionen

-          Anlage 2: Übersicht der Entwicklungspartnerschaften

-          Anlage 3: Netzwerkprotokolle

-          Anlage 4: Zielentwicklungsbögen

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Koordinatorin:
Karla Scharfenberg